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Psalm 34

Viele besuchen heute einen Gottesdienst im Fernsehen, Internet oder Radio. Und so möchte ich uns an dieser Stelle lediglich den Psalm 34 nahebringen. Vielleicht liest Du ihn Dir laut vor und kommst darüber mit Gott ins Gespräch?

(Ein kleiner Lesehinweis: Dieser Psalm 34 ist ein Alphabet-Psalm,
weil jeder Vers mit einem Buchstaben des hebräischen Alphabets beginnt.
Siehe dazu weitere Hinweise ganz unten.)

Auch zum Anhören 

oder im Festnetz

unter 089 45461404.


 

Psalm 34 (BasisBibel)

2    (א) Ich will den HERRN preisen zu jeder Zeit.
Sein Lob soll stets aus meinem Mund kommen.

3    (ב) Mit ganzer Seele möchte ich den HERRN rühmen.
Die Armen sollen es hören und sich freuen!

4    (ג) Preist mit mir die Größe des HERRN!
Lasst uns gemeinsam seinen Namen hochleben!

5    (ד) Als ich den HERRN suchte, antwortete er mir.
Er zog mich heraus aus allen meinen Ängsten.

6    (ה) Wer sein Angesicht erblickt, strahlt vor Freude.
Niemand wird vor Scham erröten.

7    (ז) Hier steht ein armer Mensch, der um Hilfe rief.
Der HERR hörte es und rettete ihn aus aller Not.

8    (ח) Der Engel des HERRN lässt sich nieder bei denen,
die dem HERRN mit Ehrfurcht begegnen.
Er schützt sie von allen Seiten und rettet sie.

9    (ט) Schmeckt und seht selbst, wie gut der HERR ist!
Glücklich ist, wer bei ihm Zuflucht sucht.

10  (י) Verehrt den HERRN, ihr Heiligen aus seinem Volk!
Ja, wer ihn verehrt, dem fehlt es an nichts.

11  (כ) Junge Löwen hatten nichts und mussten hungern.
Doch wer den HERRN sucht, hat mehr als genug.

12  (ל) Kommt, ihr jungen Leute, und hört mir zu!
Ich will euch beibringen, wie man in Ehrfurcht vor dem HERRN lebt.

13  (מ) Wer möchte sich nicht am Leben freuen
und seine Tage im Glück zubringen?

14  (נ) Dann hüte deine Zunge vor böser Nachrede
und deine Lippen vor verlogenen Worten.

15  (ס) Halte dich fern vom Bösen und tue Gutes!
Suche den Frieden und setze dich dafür ein!

16  (ע) Doch die Augen des HERRN schauen freundlich,
wenn sein Blick auf die Gerechten fällt.
Seine Ohren sind offen für ihr Hilfegeschrei.

17  (פ) Das Gesicht des HERRN verfinstert sich,
wenn er auf das Treiben der Übeltäter blickt.
Die Erinnerung an sie schafft er aus der Welt.

18  (צ) Sie schrien und der HERR hörte es.
Er zog sie heraus aus allen ihren Nöten.

19  (ק) Der HERR ist ganz nahe bei den Menschen,
die im Herzen verzweifelt sind.
Er hilft denen, die ihren Lebensmut verloren.

20  (ר) Wenn der Gerechte auch viel Böses erleidet,
wird ihn der HERR von allem Übel befreien.

21  (ש) Er schützt alle Glieder seines Körpers.
Kein einziger Knochen wird ihm gebrochen.

22  (ת) Wer Böses tut, kommt durch seine Bosheit um.
Und wer den Gerechten hasst, wird dafür büßen.

23   Der HERR entlastet das Gewissen seiner Knechte.
Alle, die sich in seinen Schutz begeben, brauchen für nichts zu büßen.

 

Der Herr segne uns,

er bewahre uns vor Unheil

und führe uns zum ewigen Leben.

Amen

 

Pastor Axel Schlüter

 

COPYRIGHT

BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart: www.basisbibel.de

 

Alphabet-Psalm

Unser „Alphabet“ kommt aus dem Griechischen von den ersten beiden Buchstaben Alpha α und Beta β. Die Hebräer sprechen da vom AlefBait – auch von den ersten beiden Buchstaben Alefא  und Bait ב.

Der Alphabet-Psalm ist eine besondere Form der hebräischen Psalm-Dichtung, die jeden Vers oder Abschnitt mit einem Buchstaben des hebräischen Alphabets beginnen lässt. Der griechische Fachbegriff dafür lautet »Akrostichon«. Das bedeutet »Versspitze« und bezeichnet ursprünglich ein Gedicht, in dem die Anfangsbuchstaben der einzelnen Zeilen jeweils ein Wort oder einen Satz bilden. Die Psalmen 9, 10, 25, 34, 37, 111, 112, 119 und 145 sind ganz oder teilweise Alphabet-Psalmen (vgl. hierzu besonders Psalm 34 und Psalm 119). Bei einigen Psalmen (Psalm 9 Psalm 10) ist die Reihenfolge des hebräischen Alphabets nicht vollständig erhalten. In Psalm 34 sind zwei Buchstaben des hebräischen Alphabets vertauscht. Dies ist eine Besonderheit, die auch in der Alphabetdichtung der Klagelieder und der Sprüche auftaucht und eine schon früh (12.-9. Jh. v. Chr.) nachgewiesene hebräische Schreibtradition darstellt.

 

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