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Johannes 12,24

Der Wochenspruch für diese neue Woche lautet:

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

(Johannes 12,24)

Das ist ein Wort von Jesus, er bezieht es auf sich selbst. Durch seinen Tod am Kreuz und die Auferweckung hat Jesus wesentlich mehr Frucht für das Reich Gottes gebracht, als er es bei einem langen und erfüllten Leben auf dieser Erde hätte tun können. In jeder Nachfolgerin und jedem Nachfolger Jesu ist er unterwegs in dieser Welt, in jeder Gemeinde als seinem Leib bringt er Frucht.

Das darfst Du für Dich persönlich so annehmen, das gilt auch für uns als Gemeinde.

Nun ist es nicht verkehrt, dieses Wort auch im übertragenen Sinne zu verstehen – als eine Aussage über das Leben an sich. Manchmal muss etwas sterben, zum Ende kommen, damit Neues entstehen kann.

Im Moment kommt der normale Lebensalltag zum Erliegen. Manche Selbstverständlichkeit wird einem erst dadurch bewusst, dass sie zurzeit nicht erlaubt oder unvernünftig wäre. Wir merken, wie sehr unser Leben vernetzt ist, wie ein Rädchen ins andere greift, wie kleine Dinge auf einmal große Auswirkungen bekommen.

Noch ist nicht klar, wie sich die Krise weiterentwickelt, was noch auf uns zukommt. Als Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu vertrauen wir uns Jesus an; wir dürfen geborgen in der Liebe Gottes mit viel Hoffnung weitergehen.

Welche Frucht wird diese Situation bringen? Wir wissen es nicht, weil Frucht erst „geerntet“ werden kann, wenn sie schon da ist. Wir können aber um gute Früchte beten, dass wir zurückblicken und Gott danken können, was er dadurch geschaffen hat.

 

Ich wünsche Dir von Herzen diese Geborgenheit in Jesus und uns als Gemeinde, dass wir gestärkt aus dieser etwas unwirklichen Zeit hervorgehen!

 

Pastor Axel Schlüter

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